Nach dem jahrelangen Bienensterben geht es den Insekten langsam wieder besser. Maßnahmen wie das Verbot von bienenschädlichen Spritzmitteln würden Wirkung zeigen, heißt es beim Imkerverband Niederösterreich.

Die Europäische Union verbot vor zwei Jahren den Einsatz sogenannter Neonicotinoide, was sich bereits positiv bemerkbar macht. Laut dem Präsidenten des Imkerverbandes in Niederösterreich, Johann Gruscher, ist aus diesem Jahr nur ein Fall im Land bekannt, bei dem ein Bienenvolk aufgrund einer Vergiftung durch Spritzmittel gestorben ist.

Kleine Maßnahmen zeigen Wirkung

Zudem zeigt sich ein Umdenken bei vielen Hobbygärtnerinnen und -gärtnern sowie in der Landwirtschaft: Es gibt Blühstreifen statt Rasenflächen, gespritzt wird eher in der Nacht, wenn kaum Bienen unterwegs sind. Dabei handle es sich zwar um kleine Maßnahmen, die in Summe aber deutlich Wirkung zeigen würden, so Gruscher. Grund zum Jubeln in Sachen Bienensterben gibt es aber deshalb noch lange nicht, sagte er. Der Trend gehe aber in die richtige Richtung.

Die Bewusstseinsbildung führt zudem noch zu einem anderen Trend: Es gibt immer mehr Imkerinnen und Imker, die Anfängerkurse sind restlos ausgebucht. Bei der Fachschule Warth führt man das auch auf den generellen Selbstversorgertrend zurück.

Quelle: http://noe.orf.at/news/stories/2738701/

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