Der österreichische Imkereisektor

Die Imkerinnen und Imker erzeugen nicht nur hervorragenden Honig und andere Imkereierzeugnisse, sondern leisten einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts.

Die Imkereiwirtschaft ist ein Sektor, dessen wichtigste Funktionen die Erzeugung von Honig und anderen Imkereierzeugnissen und der Beitrag zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts sind. Um die unverzichtbare Bestäubungsfunktion der Bienen für die landwirtschaftlichen Nutzpflanzen und darüber hinaus für das gesamte Ökosystem sicherzustellen ist eine flächendeckenden Bienenhaltung und Imkereiwirtschaft von immenser Bedeutung.

Die Bienenhaltung spielt für Natur und Landwirtschaft eine gleichermaßen wichtige Rolle. Die flächendeckende Bestäubung ist Grundlage sowohl für die Erhaltung vieler Wildpflanzen als auch für die Erträge wichtiger landwirtschaftlicher Kulturen wie Obst, Raps, Bohnen und viele mehr.

Nektar, Honigtau, Blütenstaub und Baumharze veredelt die Biene zu Blütenhonig, Waldhonig, Blütenpollen und Propolis, die uns als hochwertige und natürliche Nahrungs- und Heilmittel dienen.

Die Imkerinnen und Imker leisten gemeinsam mit Ihren fleißigen Bienen einen unschätzbaren Beitrag für unser Ökosystem und sind ein unverzichtbarer Partner unserer Landwirtschaft.

Bienenhaltung in Österreich

Rund 25.500 Imkerinnen und Imker sichern in Österreich mit ca. 382.600 Bienenvölker die Bestäubung der Zier- und Nutzpflanzen. Typisch dabei ist die traditionelle kleinbetriebliche Struktur.

Der Schwerpunkt der österreichischen Bienenhaltung liegt in den Bundesländern Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark. In den genannten Bundesländern sind knapp 60% der österreichischen Imkerinnen und Imker beheimatet.

Berufsimkerinnen und Berufsimker mit mehr als 150 Bienenvölker gibt es in Österreich nur sehr wenige. Dagegen ist der Anteil der Nebenerwerbs- und Freizeitimker mit knapp 99 % sehr hoch. Sie bewirtschaften in der Regel 12,4 Völker.

Organisationsstruktur

Die österreichischen Imkerinnen und Imker sind in bundes- und landesweit tätigen Bienenzuchtverbänden organisiert. Die kleinste Verbandseinheit stellen die Ortsverbände dar. Als Dachorganisation all dieser Verbände ist der Verein „Biene Österreich“ tätig.

Produktion

Die geschätzte jährliche Produktion schwankt zwischen 4.000 – 6.500 Tonnen. Diese Menge deckt aber nur etwas mehr als die Hälfte des Bedarfes. 70 % des Honigs werden in Direktvermarktung an den Endverbraucher abgesetzt. Die Statistik Austria weist für das abgelaufene Wirtschaftsjahr einen pro Kopf Verbrauch von 1,2 kg aus.

Imkereiförderprogramm

Eine flächendeckende Bienenbewirtschaftung ist auch der Europäischen Union ein großes Anliegen, das u.a. in einem Förderprogramm zur Verbesserung der Erzeugungs- und Vermarktungsbedingungen von Bienenzuchterzeugnissen ihren Niederschlag findet. So konnten das Lebensministerium gemeinsam mit der "Biene Österreich" ein nachhaltiges Förderpaket geschnürt werden, das aus investiven Maßnahmen, Bildungs- und Beratungsmaßnahmen, Förderungen für Neueinsteiger sowie Maßnahmen zur Kontrolle der Qualität von Honig und Bienenprodukten besteht. Der österreichische Imkereiwirtschaft stehen jährlich 1,5 Mio. Euro zur Verfügung, die von den Imkerinnen, Imkern und Verbänden auch sehr gut in Anspruch genommen werden.

Quelle: https://www.bmlfuw.gv.at/land/produktion-maerkte/tierische-produktion/andere-tierarten/Imkerei.html

 

Anmerkung honeyandmore : Würden alle österreichischen Imker eine Förderung beantragen, wären dann etwas mehr als €58 für jeden möglich. Dafür bekommt man 2-3 Bienenköniginnen oder eine halbe Bienenbeute, ein halbes Bienenvolk, usw. Also ein tropfen auf den heißen Stein. Wir von honeyandmore haben unsere Imkerei absolut OHNE Fördermittel aufgebaut und betreiben unsere Imkerei weiterhin aus eigenen Mitteln und zum Wohle unserer uns anvertrauten Bienenwesen.

  Zurück