Wie es begann

Es war im Frühling letzten Jahres (2013), ich saß in meinem Garten und betrachtete wie unser Kirschbaum in voller Blüte stand.

Der Baum sah fast schon aus wie ein Schneeball, aber ich bemerkte, dass kein einziges Insekt die Blüten besuchte. Weit und breit war keine Biene zu sehen!

Keine Bienen, keine Bestäubung und somit sehr wenig bis keine Kirschen. Nachdem wir Kirschen lieben, machte ich mich schlau, warum keine Bienen den wunderschönen Baum fanden.
Die Antwort war rasch gefunden, die Imker in unserer Umgebung haben wegen ihrer Gesundheit und dem hohen Alter aufgegeben. Es waren nach dem langen Winter auch sehr viele Völkerverluste zu beklagen.

Für mich stand fest, ein eigenes Bienenvolk muss in unseren Garten! Nur zum Bestäuben unserer Bäume und Sträucher. Die Bienen sollen sich selbst erhalten, ich nehme ihnen keinen Honig. Das stand für mich fest, da ich wegen meiner Bienengiftallergie auf keinen Fall im Bienenstock herum stochern wollte.

Wegen dem langen Winter war es sehr schwierig ein Bienenvolk zu bekommen. Erst beim 24. Anruf bei einem Imker in Gschwandt bei Gmunden hatte ich Erfolg. Er hat selbst über 300 Völker und noch ein paar Ableger zu verkaufen. Also hin zu ihm und das Bienenvolk mitnehmen. Eine Beute (Bienenhaus) habe ich dann von meinem Vater bekommen, er war früher Imker, als er noch jünger und gesünder war. Beim Umsetzen der Bienen in die neue Beute hat mir dann mein Bruder geholfen. Ich hatte ja keine Ahnung wie das funktioniert und war viel zu ängstlich, dass mich eine Biene stechen könnte.

 

 

 

Da stand es nun, mein erstes Bienenvolk. Daneben noch ein Schwarmkisterl, falls das Volk zu schwärmen beginnt. Da kann ich dann den eingefangenen Schwarm einquartieren. 
Eine Bienentränke kann auch nicht schaden. Mit einer Pumpe aus dem Baumarkt, einem hohlen Stamm vom Garten und etwas Zeit war auch das Projekt schnell erledigt.

Es war schon sehr interessant das Bienenvolk zu beobachten und meine Neugier war geweckt.
Also auf zum Buchhandel und Lektüre über Bienen halten und Imkerei besorgen.
„Der erfolgreiche Imker“ von Rudolf Moosbeckhofer und Josef Ulz wurde meine “Bibel“. Neueinsteiger sollten nicht nur mit einem Bienenvolk starten, erfuhr ich, da es leicht dazu führt, dass man das Volk “zu Tode beobachtet“. Nachdem mein Interesse mit jedem Tag stieg und die Angst vor dem Stachel durch die Neugier abgelöst wurde, beschloss ich noch zusätzlich zwei weitere Völker anzuschaffen.

 

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